Das müllarme Kita – Frühstück. Wie Verzicht zum Erlebnis wird!

701717_web_R_B_by_Andreas Morlok_pixelio.deIn Deutschland fällt immer mehr Verpackungsmüll an, rund 213 Kilo verursacht ein Deutscher pro Jahr. Darunter auch viel Plastikmüll.

Auch beim Frühstück fällt häufig viel Verpackungs- und Plastikmüll an: Käse, Wurst und Co. sind oft in Plastik eingeschweißt, Äpfel und Tomaten in Plastikschalen verpackt. Trinkpäckchen sind Tetrapaks, die Pausenbrote mit Folie umwickelt.

Wie wäre es mal mit einem müllarmen Frühstück? Um auch zukünftig darauf zu achten möglichst wenig Müll zu verursachen.

Dafür könnt ihr erstmal ein „normales“ Frühstück durchführen, sammelt dafür alle Verpackungen eurer bisher genutzten Produkte und legt diese Beiseite.

504217_web_R_by_piu700_pixelio.deNach euerm Frühstück könnt ihr den Verpackungsmüll auf den Tisch legen und mit den Kindern darüber diskutieren: Welcher Müll fällt an? Aus welchem Material besteht der Müll? Welchen Verpackungsmüll hätte man vermeiden können? Welches Produkt hat eine eigene Verpackung/Schale?

Macht Fotos von dem Abfalltisch.

Um zu einem verpackungsärmeren Frühstückstisch zu gelangen, könnt ihr dann beim nächsten Einkauf im Supermarkt – auch gemeinsam mit den Kindern – die Produkte vergleichen. Macht eine Supermarkt – Rallye, wer findet die am wenigsten eingepackten Produkte, die ihr für das Frühstück gebrauchen könnt.

IMG_4212Oder recherchiert ob es vielleicht auch Läden in eurer Nähe gibt, die unverpackte Produkte anbieten wie: Verpackungsfreie Läden, Genossenschaften, Bioläden, Hofläden etc. Eine aufregende Entdeckungstour gibt es dann noch obendrauf. Die Produkte sind zwar meistens ein wenig teurer, aber die Müllentsorgung, die sonst anfällt, kostet ja auch. Zudem unterstützt ihr so regionale Hersteller. Auch eine Biokiste, die regionale und saisonale verpackungsfreie Produkte liefert, kann eine Überlegung sein. Die gibt es mittlerweile Deutschlandweit.

Achtet auch beim Transport der Produkte darauf Plastik zu vermeiden, Obst und Gemüse in dünnen Plastiktüten verpackt, das muss nicht sein. Für den Transport einen Jutebeutel oder Rucksack benutzen. Ihr könnt auch selber verpackungsfreie Produkte herstellen wie zum Beispiel Joghurt, Brot oder einen Brotaufstrich, auch die gemeinsame Zubereitung macht Spaß.

Wenn ihr dann das nächste Mal zusammen Frühstückt könnt ihr die Abfallmengen – normales Frühstück – abfallarmes Frühstück – anhand der Fotos/Ausdrucke gut miteinander vergleichen. Dabei seht ihr, was noch zu verbessern ist, um zukünftig möglichst wenig Verpackungsmüll zu produzieren.

Bildquellen (chronologische Reihenfolge): 701717_web_R_B_by_Andreas Morlok_pixelio.de, 504217_web_R_by_piu700_pixelio.de, Marie Joana Loidl

Autorin: Marie Joana Loidl

Wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt bleibt dumm

7Der Kinderladen „Maimouna“ aus Hamburg ist seit September 2015 stolzer Besitzer der KITA21-Auszeichnung in der dritten Stufe. Im Unterschied zu vielen anderen Kitas entscheiden sich die pädagogischen Fachkräfte bei der Gestaltung ihrer Bildungsarbeit nicht  für ein spezielles Thema, sondern lassen sich durch das Alltagsgeschehen und die Fragen der Kinder lenken. Wie das funktioniert, erklärt Elke Straub, Mitarbeiterin der Kita Maimouna. Continue Reading

Umweltschonende Beschaffung in der Kita? Stadt Hamburg hat hilfreichen Leitfaden herausgegeben

750627_web_R_by_Frank Bothe_pixelio.deBildungseinrichtungen, die als Lernort für eine nachhaltige Entwicklung dienen, sollten auch ihre Beschaffung einmal genauer unter die Lupe nehmen. Für einen umweltverträglichen Einkauf auf Träger- oder Kita-Ebene kann der vom Hamburger Senat herausgegebene Leitfaden „Umweltverträgliche Beschaffung“ hilfreich sein. Er empfiehlt ökologische Standards beim Einkauf von Waren. Vom Druckerpapier oder Glühbirnen über Putzmittel bis hin zu Wandfarben, hier wird die Beschaffung der Produkte beleuchtet.

An wen richtet sich der Leitfaden?

Der Leitfaden ist für alle interessant, die sich mit einer umweltverträglichen Beschaffung auseinandersetzen möchten und dazu nach Anregungen suchen. Also auch für Träger und Kindertageseinrichtungen, die sich auf dem Weg zu einem Lernort nachhaltiger Entwicklung befinden. Der Leitfaden enthält zahlreiche Tipps und Anregungen für eine nachhaltige Beschaffung und kann somit zu einem hilfreichen Nachschlagewerk werden. Produkte, die auch ihr im Kita-Alltag benutzt, könnt ihr damit auf ihre Umweltverträglichkeit überprüfen.

Anregungen für den Kita-Alltag

In Kindertageseinrichtungen wird zur Freude der Kinder viel gebastelt und gemalt. Auch hier können Träger und Leitung ein paar Punkte beachten, 574995_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deum umweltfreundlichere Klebstoffe, Papiere und Schreibutensilien zu besorgen. Auf den Seiten 33 bis 34 des Leitfadens werden einige Tipps gegeben, worauf man achten sollte. Beispielsweise sollten gebrauchsfertige Klebstoffe frei von organischen Lösungsmitteln sein, zudem sollte der Hersteller auch Nachfüllpackungen anbieten.

Bei Schreibwaren sollte man darauf achten, dass das Gehäuse des Stifts aus 100% nachwachsenden Rohstoffen besteht, z.B. aus Holz oder Pappe. Unvermeidbare Kunststoffteile sollten einen Mindestanteil nachwachsender Rohstoffe von 65% aufweisen.

Auch bei den klei707098_web_R_K_B_by_Jörg Brinckheger_pixelio.denen oder großen Geschäften kann man auf ressourcenschonende Materialien achten: bei Hygienepapier sollten die Papierfasern zu 100% aus Altpapier bestehen. Zum Abtrocknen der Hände sollten Stoffhandtuchrollen mindestens 80 Mal wiederverwendet und aus einem Handtuchspender entnommen werden. Weitere Anregungen für den Hygienebereich findet ihr auf den Seiten 51 und 53.

Auch bei der Reinigung, der Kita sollte auf umweltfreundliche 502473_web_R_by_birgitH_pixelio.deProdukte geachtet werden. Hier schlägt die Stadt Hamburg unter anderem folgende Maßnahmen vor: Die Reinigungsmittel sollen die Kriterien des EU-Umweltzeichens für Allzweck-und Sanitärreiniger erfüllen. Auch Sprühmittel, die Treibgase enthalten, sollten nicht mehr benutzt werden, weitere Informationen dazu auf der Seite 107 des Leitfadens.

Zudem enthält der neue Umweltleitfaden eine Negativliste. Auf der Seite 125 findet ihr eine Liste mit Produkten, die eine Einrichtung zukünftig nicht mehr kaufen oder einsetzen sollte. Das betrifft unter anderem: Mineralwasser in Einwegflaschen, Einweggeschirr oder chlorhaltige Putzmittel.

Stellt eure Trägerrichtlinien oder die Beschaffung eurer Kita auf den Prüfstand und schaut anhand der Kriterien im Leitfaden nach, ob noch Handlungsbedarf besteht – für Verbesserungspotentiale in der Einrichtung und für mehr Ressourcenschutz.

Link zu dem Leitfaden:

http://www.hamburg.de/contentblob/4672386/data/umweltleitfaden.pdf

Was einen Lernort für nachhaltige Entwicklung noch ausmacht findet ihr auf folgender Webseite:

http://www.kita21.de/bildungsprojekte_gestalten0.html

Autorin: Marie Joana Loidl

Bildquellen (chronologisch): Pixelio/R by Frank Bothe, Pixelio/R_K_B by Rainer Sturm, Pixelio/R_K_B by Jörg Brinckheger, Pixelio/R by birgitH

Essen über den Tellerrand hinaus

7.Verschiedene Brotsorten probieren_GrößenveränderungFür die DRK Kita „Zum Krückaupark“ aus Elmshorn stand das Jahr 2015 ganz im Zeichen einer gesunden Ernährung. Für ihre vorbildliche Bildungsarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhielt die Kita im September 2015 die KITA21-Auszeichnung. Wir berichten euch, wohin der Blick über den Tellerrand führte, wie die Kinder in der Backstube landeten, was für eine tolle Memory-Idee die Kinder zum Thema hatten und was die Kita noch alles plant.  Continue Reading

Mit Kindern Fair-Naschen: Tipps für die Kita

child-1074589Sei es die Schokocreme beim Frühstück, der Kuchen beim Kindergeburtstag oder der Schokopudding als Nachtisch zum Mittagessen  – auch in der Kita darf mal genascht werden.  Von uns bekommt ihr Tipps, was sich so alles FAIR-Naschen lässt und wir ihr das Thema fairer Handel mit den Kindern spielerisch entdecken könnt. Continue Reading

Schokolade FAIR-Naschen

SONY DSCSüße Sünde Schokolade – nicht nur in der Adventszeit steht sie hoch im Kurs. Aber habt ihr euch schon mal gefragt, woher eure Lieblingsschokolade eigentlich kommt?
Wir haben recherchiert und verraten euch, wie ihr ohne schlechtes Gewissen durch die Weihnachtszeit kommt.

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